​​​Erythrit (Sukrin, Sucolin, Xucker light)

Erythrit (Sukrin, Sucolin, Xucker light)

Kalorienfrei süßen mit Erythrit, auch Erythritol, Sukrin, Sucolin, Xucker light genannt.

​​Ganz ohne Kalorien süßen mit Erythrit

​Alternative Süßungsmittel liegen im Trend. Ernährungs- und Gesundheitsbewusste süßen und backen längst mit kalorienlosen Zuckeraustauschstoffen wie Erythrit oder Erythritol.


Wer sich ​nur ein wenig mit dem überall verwendeten weißen Kristallzucker beschäftigt hat, weiß um die gesundheitlichen Risiken. Leider nehmen wir einfach zu viel davon zu uns. Und ein erhöhten Konsum von Zucker macht auf Dauer krank. Dazu gibt es viele Untersuchungen. Zucker verursacht bekanntlich einen hohen Blutzuckerspiegel. ​Das ist nicht nur für Patienten mit Diabetes Typ 2 ein Problem, sondern auch für gesunde Menschen.


Wenn du auf eine gesunde Ernährung Wert legst und den Konsum des schädlichen Haushaltszuckers einschränken möchtest, findest du ​jedoch auch gute Alternativen. Mit Zuckeralternativen wie Erythrit ​kannst du Zucker teilweise oder komplett zu ersetzen. Im folgenden Ratgeber erfährst du alles Wissenswerte rund um die Herstellung, Eigenschaften, gesundheitliche Vorteile und Verwendung. ​Was ist Erythrit überhaupt? Ist Erythrit low carb? ​Welche Nachteile hat Erythrit? Was ist der Unterschied zwischen Xylit und Erythrit? ​​Hier findest du die Antworten.

Was ist Erythrit und wie wird der Zuckeraustauschstoff hergestellt?

​​Laut Duden heißt es übrigens "der Erythrit". ​Der Name ist abgeleitet vom griechischen ​Wort für rot: erythrós.

​Auch wenn das Ausgangsmaterial etwa Maisstärke ist, kann man auf Grund der langen Verarbeitung nicht mehr von einem Naturprodukt sprechen. 


Chemisch gesehen ist Erythrit ein sogenannter Zuckeralkohol. ​Erythrit wird aus Glukose hergestellt. Der natürliche Rohstoff wird beispielsweise aus Maisstärke gewonnen. Die Herstellung kann über das Fermentationsverfahren bzw. eine Gärung erfolgen. Dabei werden organische Stoffe in Säuren oder Alkohole umgewandelt. Bei der Herstellung von Erythrit ​kommen meist ​bestimmte Pilze ​zum Einsatz. Das fermentierte Gemisch wird anschließend erhitzt und eingekocht, die verschiedenen Stoffe werden abgespalten und Erythrit wird extrahiert. Die sich dabei bildenden Erythrit-Kristalle werden mehrfach gereinigt, aufgelöst und gefiltert, ​um sämtliche Verunreinigungen zu entfernen. Das Ergebnis sind reine, isolierte Kristalle.

​​​​​​​​​​Erythrit gehört ebenso wie Xylit und auch Sorbit zu den Zuckeralkoholen. Zuckeralkohole sind jedoch nicht trinkbar ​und wirken auch nicht berauschend wie ​unser ​Trinkalkohol.

Positive Eigenschaften von Erythrit

Der Zuckeraustauschstoff ist praktisch kalorienfrei, belastet die Bauchspeicheldrüse nicht und bringt ​noch weitere gesundheitliche Vorteile mit sich. ​Erythrit ist ein süßer ​und gut verdaulicher Stoff, der den Blutzuckerspiegel kaum beeinflusst. Denn er wird so gut wie gar nicht im Körper verstoffwechselt. Der glykämische Index beläuft sich daher auf 0. Der Blutzuckerspiegel steigt nicht an. ​Die Heißhungerattacken, die manche Menschen plagen, bleiben aus.


Optisch erinnert der Zuckerersatz an raffinierten Zucker, da er ebenso aus kleinen weißen Kristallen besteht. Erythrit enthält keine Zusatzstoffe, Allergene oder Aromen. Er ist frei von Gentechnik, wenn es das Ausgangsmaterial auch war. Er ist wärmestabil und verändert sich nicht bei Temperaturschwankungen. Er nimmt keine Feuchtigkeit auf, weshalb er auch nicht klumpt oder zusammen backt.

  • ​sieht aus wie Zucker
  • ​keine Zusatzstoffe, Allergene oder Aromen
  • ​wärmestabil
  • ​klumpt nicht


​Diese Eigenschaften machen Erythrit zu einem hervorragenden Zuckerersatz in einer gesundheitsbewussten Ernährung. Ein weiterer Vorteil ist der Zahnschutz. Denn Erythrit bietet ​eine Grundlage für Kariesbakterien und fördert die Erhaltung der Zahnmineralisierung.

Verwendung von Erythrit

Du kannst Erythrit als sehr vielseitige Alternative zu gewöhnlichem Zucker verwenden. Der Zuckerersatz ist wunderbar zum Kochen, Backen und Süßen von Getränken oder Speisen geeignet. Er ist wasserlöslich und hitzestabil bis 180°C.


Die Süßkraft liegt, im Vergleich zu Haushaltszucker bei ungefähr 70%. Verwende daher circa 123 Gramm Erythrit, um 100 Gramm Zucker zu ersetzen. Du kannst in grundsätzlich überall verwenden, wo du sonst Zucker benutzt. Für die Herstellung von Konfitüre ist der Zuckerersatzstoff allerdings nicht geeignet, da er auskristallisiert. Hinsichtlich der Dosierung empfiehlt sich das Einhalten einer Höchstmenge von täglich circa ein Gramm je Kilogramm Körpergewicht. ​Ein Mensch mit einem Körpergewicht von sagen wir 70 kg sollte also nicht mehr als 70 Gramm am Tag zu sich nehmen.


Erythrit wird als Low Carb Zucker bezeichnet. Die enthaltenen Kohlenhydrate ​liegen als Zuckeralkohole vor. Die Kohlenhydrate sind vom Körper nicht ​in der Weise verwertbar, wie es bei herkömmlichem Haushaltszucker der Fall ist. Die enthaltenen Kohlenhydrate werden nicht als solche verwertet und es ist kein Zucker enthalten, dennoch ist der Zuckerersatz nicht komplett kohlenhydratfrei. ​Im Stoffwechsel wird Erythrit nicht als ​Energielieferant verarbeitet, daher eignet sich Erythrit ebenso für eine Low Carb Ernährung.

​Hat Erythrit auch Nachteile?

D​as Pulver hat eine milde Süße, die geringer ist als bei Zucker. ​Dies kann als ein Nachteil angesehen werde. doch du nimmst immer noch viel weniger Kalorien auf als mit Zucker. In 100 Gramm Erythrit sind nämlich nur etwa 20 Kalorien enthalten, während es bei Zucker rund 390 Kalorien sind.


Im Allgemeinen ist der Zuckeraustauschstoff gut verdaulich. Bei rund zehn Prozent der Nutzer kann es ​jedoch selbst bei geringen Mengen zu verschiedenen Nebenwirkungen wie Blähungen, Durchfall oder Bauchschmerzen kommen. Es empfiehlt sich, die Aufnahmemenge zu Beginn ​allmählich zu steigern.

​Die wichtigsten Eigenschaften von ​Erythrit
  • ​​​kühlende Note im Geschmack ​
  • ​​keine Kalorien
  • ​​​​frei von Kohlenhydraten
  • ​​​zahnfreundlich
  • für Diabetiker geeignet
  • ​​​​Süßkraft 70% von Zucker ​
  • ​​aufwändige Verarbeitung
  • ​​​für Haustiere schädlich

Unterschied Xylit und Erythrit

Der Süßstoff Xylit ist Erythrit vom Aufbau her ähnlich. Ersterer ist ebenso ein reiner Zuckeralkohol, der viele positive Eigenschaften aufweist. Erythrit und Xylit ​kann man beide als Low Carb Zucker Alternativen bezeichnen.


Grundlegende Unterschiede der Süßungsmittel: Xylit hat pro 100 Gramm rund 240 kcal und Erythrit 0 kcal. Bei Xylit ist die Süßkraft ähnlich wie bei Haushaltszucker, während sie bei Erythrit nur 70% beträgt. Bei Xylit kommt es nach dem Verzehr zu einem geringen und bei Erythrit zu keinem Anstieg des Blutzuckerspiegels. Bei Xylit kann es anfangs zu leichten Verdauungsbeschwerden kommen, sodass sich der Körper erst langsam daran gewöhnen muss, während Erythrit in der Regel jederzeit sehr gut verträglich ist. 


Auch für Menschen, die Wert auf eine ketogene Ernährung legen und sehr wenig Kohlenhydrate zu sich nehmen, ist der Zuckerersatz Erythrit die bessere Wahl. ​Beide Zuckerersatzstoffe sind gut erforscht und haben dank ​verschiedener Vorteile ihre Berechtigung. Vor allem bei einer Low Carb Ernährung und bei Diabetikern erfreuen sie sich zu Recht großer Beliebtheit. Achtung: So wie Xylit ist möglicherweise auch Erythrit für Haustiere wie Hunde schädlich. Doch da du vermutlich auch sonst deine Tiere nicht an den Küchenschrank lässt, sollte das wohl eher kein Problem sein.

Überblick

Erythrit wird ​wegen seines sehr niedrigen Kaloriengehalts immer beliebter, nicht nur bei Menschen, die abnehmen möchten. Erythrit ist mit 0,2 Kalorien je Gramm überaus kalorienarm. Zum Vergleich: Zucker hat ungefähr vier Kalorien pro Gramm.


Auch Gesundheitsbewusste sind mit diesem kohlenhydratarmen und gut verdaulichen Zuckerersatz bestens beraten. Das Gleiche gilt für Diabetiker, da der Blutzuckerspiegel kaum beeinflusst wird. ​

​Zusammenfassung

​​​​​​​​​​​​​In diesem Artikel wurde der Zuckeraustauschstoff Erythrit vorgestellt. Es wurde erklärt, wie er hergestellt wird. Seine Eigenschaften wurden beschrieben. Besonders die Vorzüge gegenüber Zucker wurden heraus gestellt. ​Außerdem gab es Tipps zur Verwendung.


Quellen​ und weitere Infos

​Weiter führende Informationen zu den hier dargestellten Inhalten findest du unter anderem bei: