Warum man Stevia unbedenklich verwenden kann.

Stevia Blätter und Steviapulver

​Alle Stoffe, die hierzulande als Lebensmittel in der Industrie eingesetzt oder in Handel gebracht werden, brauchen eine gesetzliche Zulassung durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit ESFA. Diese Zulassung ist auch dann notwendig, wenn in anderen Ländern bereits seit Jahren Erfahrungen vorliegen, die eigentlich eine Unbedenklichkeit bereits nachweisen.

Grundlage für die Zulassung der gesundheitlichen Unbedenklichkeit sind aufwändige Tests und Untersuchungen. Zwar wurde Stevia bereits seit 1931 in verschiedensten Einrichtungen auf Wirksamkeit und eventuelle Nachteile untersucht. Dabei wurde durchweg immer die Unbedenklichkeit von Süßkraut betont.

Allerdings…
In einer einzigen Untersuchung wurde festgestellt dass Stevia scheinbar Krebs hervorrufen könnte. Es ist dies die sogenannte Pezzuto Studie aus dem Jahr 195. In dieser Untersuchung wurden Ratten sehr hohe Dosen gegeben. Das Ergebnis wurde in den Jahren danach mehrfach widerlegt. 2010 schließlich wurde es von der EFSA im Rahmen eines Gutachtens völlig entkräftet. (Interessanterweise wurde die damalige Studie wurde die Pezzuto Studie vom damaligen Marktführer für den Süßstoff Aspartam finanziert- der Firma Monsanto.)

Verbrauch an Steviolglycosiden

Japan war die erste Industrienation, in der Stevia als Süßstoff anerkannt und zugelassen wurde. Doch weiterhin blieb ein großes Misstrauen bestehen. Die zeigte sich vor allem auf dem von den Süßstoff Fabrikationen beherrschten Märkten der USA. Dort wurden 1991 sogar Import und Zulassung des natürlichen Süßstoffes verboten.

1969 wurde Cyclamat aufgrund möglicher Gesundheitsrisiken in Japan verboten. Dies löste in dem Inselstaat einen regelrechten Boom um Stevia aus. Das trug sicher dazu bei, dass auch in der westlichen Welt die Zurückhaltung allmählich nachließ. Doch dauerte es noch bis ins Jahr 2008, dass die USA die Zulassung für Stevia erließen.

(Ein Jahr zuvor hatten Coca-Cola und anscheinend auch andere Großkonzerne ein Interesse am Einsatz von Stevia in der Herstellung kalorienarmer Produkte geäußert.)

Über eine Million Menschen verwenden täglich Stevia oder dessen Produkte. Doch sind nach gibt es keine wissenschaftlich belegten Fälle von Unverträglichkeiten im menschlichen Körper.

All dies lässt vermuten, dass in den Diskussionen um die Zulassung neben Sicherheitsbedenken auch politische und wirtschaftliche Interessen zum Ausdruck kamen.

​Internationale Anerkennung durch die WHO

Bezüglich der Sicherheit und Unbedenklichkeit von Stevia hat die Weltgesundheitsorganisation WHO alle bedeutsamen Ergebnisse gesammelt. Danach sind die untersuchten Steviol Glykoside nicht giftig. Sie sind weder krebsauslösend noch schädigen sie das Erbgut. Auch die Fruchtbarkeit wird nicht beeinträchtigt. Ganz im Gegenteil können sie selbst in hohen Dosen bis zu einem Gramm pro Kilo Körpergewicht bei vorbelasteten Personen Blutdruck und Blutzuckerspiegel senken.